Die Geschichte des Papiers

Das Papier hat die schönsten Seiten der Stadtentwicklung geprägt. Die Geschichte  dieser edlen Erfindung, die vornehmlich zur Vermittlung des Wissens beigetragen hat, beginnt in Malmedy um 1726, mit der Anlage einer ersten Papiermühle am Ufer der Warchenne. Wenn auch die Mönche schon erste Gehversuche mit dieser neuen Industrie unternommen haben, gelang der Familie Steinbach erst im 19. Jhdt. der Durchbruch. Nach und nach haben technische Neuheiten die Mechanisierung und die Industrialisierung der Papierherstellung beschleunigt. Schon 1841 wurde in Malmedy das erste Fotopapier in Europa hergestellt, welches in Kreisen der Fotografie einen internationalen Ruf erlang.

Die Papierqualität aus Malmedy errang hohe Auszeichnungen, z.B. die Goldmedaille bei der internationalen Papierausstellung1878 inBerlin. Eine neue Industrieanlage mit den Namen Papierfabrik "Pont de Warche" wurde 1909 errichtet. Sowohl diese Fabrik wie auch die Fabrik Steinbach wurden um 1960 Filialen von Intermills und ab 1997 Ableger von ausländischen Konzernen. Leider besteht heutzutage nur noch die Fabrik "Pont de Warche",  unter dem Namen "Ahlstroem AG". Durch die Spezialisierung in der Herstellung von non tissé konnte ihre Rentabilität erhalten werden.

Die Papierherstellung hautnah erleben

Im Papieratelier wird die Geschichte des Papiers und seiner Herstellung in einem vier-sprachigen Rundgang erläutert an Hand von Archiv-Dokumenten, Modellen und Filmen. Was ist Papier ? Woher kommt es ? Wie wird es hergestellt ? Kann es wiederverwertet werden ? Diese und andere Fragen werden in einer attraktiven Inszenierung beantortet.

Drei wesentliche Exponate

Neben der Erläuterung der Schreibunterlagen und der geschichtlichen Entwicklung der Technik in der Papierherstellung, zeigt das Atelier drei wesentliche Exponate: die Miniatur-Nachbildung einer Papiermühle aus dem 18. Jhdt.; das Modell der ersten Papiermaschiene mit Laufband, die 1799 von Nicolas Robert erfunden wurde und das Herzstück des Ateliers, nämlich die Miniatur-Nachbildung der Laufbandmaschiene von Thiry, die aus den ersten Jahren des 19. Jhdt. stammt.

In dem Atelierraum, wo Papier tatsächlich hergestellt wird, werden dem Besucher die uralten Gesten des Papierschöpfens gezeigt und er kann selbst Hand anlegen und die Magie der Herstellung einen Papierblattes erleben.

Das ganze Jahr geführte Gruppenbesichtigungen.  Mehr zu den Eintrittspreisen.