Eine Kathedrale und ihr Schatz

Von 1921 bis 1925 wird die imposante Pfarrkirche Sitz der kurzlebigen Diözese Eupen-Malmedy. Damit wird sie zur Kathedrale erhoben, eine Bezeichnung, die sie auch heute noch trägt. Der Schatz, der im Malmundarium untergebracht wurde, enthält zahlreiche unterschiedliche Werke der religiösen Kunst. Die Gegenstände der Goldschmiedekunst sind die bedeutensten Objekte, auch weil sie in der Lithurgie benutzt werden. Die Lütticher Goldschmiede werden besonders hervorgehoben: mehrere Werke tragen den Stempel so bekannter Künstler wie Charles de Hontoir, Jean Goesin oder Jean-François Knaeps. Gold, Silber, Email und Edelsteine, nichts war zu wertvoll um den Glauben zu bekräftigen und die Heiligen zu ehren. Neben der Goldschmiedekunst enthält der Schatz auch wertvolle Skulpturen, Gemälde, Manuskripte und Textilien.

Die Statue der Hl. Katherina aus dem Jahre 1230 gehört zur Kunstrichtung des Maaslandes, das Oelgemälde mit der Hl. Familie von François Walschartz aus dem 17. Jhdt. ist ohne Zweifel eines der Meisterwerke des Lütticher Künstlers. Ein Altartuch mit Seidenstickereien aus dem 17. Jhdt. ist hervorzuheben, sowie mehrere Manuskripte, u.a. eine Psalmensammlung des Klosters aus dem 18. Jhdt., die sich in Vitrinen befinden. Zum Schatz der Kathedrale gehört auch ein Holzalatar aus der Kirche von Wandre, die 1987 verschwand. Er stellt einen wertvollen Schrein für die dargestellten Kunstwerke dar.